Die Wechseljahre

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Wechseljahre – 

da denken die meisten Frauen, sogar jene die noch weit davon entfernt sind, an Hitzewallungen, Schlaflosigkeit, Falten und Gewichtszunahme. Die Wechseljahre werden oft als die „blöde Zeit“ bezeichnet und nur sehr selten freudig begrüßt.

Zugegeben, sie sind manchmal anstrengend. Wenn man als Frau gerade wieder einmal in Flammen steht, ist einem wahrlich nicht nach Jubeln. Aber haben die Wechseljahre nicht auch vor allem eines- ein sehr schlechtes Image das von Generation zu Generation weiter gegeben wird?

Wussten Sie, dass…

  • viele Frauen ohne jegliche Beschwerden durch die Wechseljahre gehen?
  • Mutter Natur uns sehr viele Möglichkeiten geben würde, Beschwerden auf natürlichem Weg in Schach zu halten?
  • die Wechseljahre- wie die Pubertät auch- eine wichtige Entwicklungsphase  der Frau sind?

Viele Frauen behaupten sogar, sie wären in den Wechseljahren eine andere geworden.
Selbstbewusster. Stärker. Eigenständiger.

Die Wechseljahre – mehr als ein körperlicher Prozess.

Sie sind eine Zeit der Selbstfindung und Weiterentwicklung. Viele Frauen beschreiben sie als Phase des Sturms und berichten davon, daß danach Ruhe eingekehrt wäre in ihr Leben, daß sie zu sich gefunden hätten, sicher und selbstbewußt geworden wären.

Die Wechseljahre sind ein Entwicklungsprozess- körperlich wie psychisch.

Sie können als das andere Ende jenes Prozesses betrachtet werden, der vor vielen, vielen Jahren – als Sie ein junges Mädchen waren – mit der ersten Periode begann.

Sie erinnern sich noch an Ihre Pubertät?

Sie waren launenhaft, unkonzentriert, himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt. Sie erlebten Umbruch, Neuorientierung, waren auf der Suche nach der jungen Erwachsenen, die in Ihnen steckte. Auf die erste Monatsblutung folgten mehr oder minder unregelmäßige Blutungen mit unterschiedlicher Dauer und Stärke. Erst nach den Teenagerjahren hat sich damals Ihr Zyklus eingependelt und seine Regelmäßigkeit erreicht.

Nun, in den Wechseljahren verhält es sich ähnlich.

Zwei bis acht Jahre vor der letzten Regelblutung beginnt der Eisprung bei den meisten Frauen hin und wieder auszusetzen. Die Eierstockfollikel gehen zur Neige. Es beginnt ein Veränderungsprozess – körperlich wie auch emotional.

Viele Frauen beschreiben die Zeit der Wechseljahre als Phase des Sturms. Dieser Sturm wird unterschiedlich erlebt, je nach Typ und Lebenssituation. Ein großer Teil der Frauen geht ohne wesentliche Probleme durch die Wechseljahre. Gut ein Drittel leidet aber unter Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen, Gewichtszunahme, Regelschmerzen, Schlafstörungen oder Konzentrationsschwächen – diese Frauen irren oft verzweifelt durchs Gesundheitssystem und fühlen sich nicht ernst genommen.

Fast alle Frauen berichten außerdem von enormen persönlichen Prozessen, von beruflicher Neuorientierung, von Auseinandersetzungen mit dem Älterwerden, von neuen Rollen in der Familie. Dieser Aspekt der Wechseljahre wird oft übersehen, beziehungsweise ist wenig bekannt. Dadurch werden die Chancen, die die Wechseljahre – trotz aller  körperlichen Probleme- auch bieten oft nicht genützt. Frauen nützen in Folge das Entwicklungspotential der Wechseljahre zu wenig.

WICHTIG:

Beschwerden können ein Weckruf sein, etwas anzugehen, etwas zu verändern im Leben. Daher: Bevor Sie etwas einnehmen, sollten Sie darüber nachdenken, warum Ihr Körper dieses Symptom zeigt, was er Ihnen damit sagen will.

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