Leben statt Knäckebrot!

Jawohl, eine „Nebenwirkung“ der Wechseljahre ist die Gewichtszunahme.
Viele Frauen wechseln in dieser Zeit auch eine Kleidergröße nach oben. Es kommt zu Fetteinlagerungen im Bereich des Bauchs, der Oberarme und Oberschenkel. Daran gibt es nichts zu rütteln. Das ist so. Das hat die Natur so eingerichtet. Punkt.

Die andere Frage ist: Wie gehe ich damit um?

Esse ich ab jetzt nur noch Salat ohne Essig und Öl und werde griesgrämig?
Verliere ich mein Selbstbewusstsein und kleide mich nur noch in Sack und Asche?
Dreh ich beim Sex jetzt sofort das Licht aus, damit meine Speckröllchen hoffentlich unsichtbar bleiben?
Oder vertreibe ich all die Schönheitsvorschriften und lebe mein Leben, auch mit ein paar Kilos mehr auf den Rippen?

90% aller Frauen glauben zu dick zu sein. Selbst jene, die Kleidergröße 36, 38 oder 40 tragen. Jede zweite Frau in Österreich und Deutschland macht gerade eine Diät. Die meisten Frauen kasteien sich ein Leben lang und verzweifeln, wenn die schlanke Linie etwas aus den Fugen gerät. Sofort glauben sie weniger attraktiv zu sein, das Selbstbewusstsein rasselt in den Keller.

Vor einigen Tagen konnte ich eine Szene beobachten, wie sie in jedem Gasthaus täglich zu beobachten ist. Ein Mann und eine Frau, beide um die 50, sitzen an einem sonnigen Sonntag im Biergarten. Sie bestellen. Nach einiger Zeit kommt die Kellnerin und bringt das Gewünschte. Der Mann bekommt Bier und eine Schweinebraten. Die Frau? Richtig! Sie bekommt Wasser und einen Salat.
Ich konnte eine halbe Stunde lang beobachten, wie der Mann (übrigens nicht der Schlankeste!) seinen Braten samt Knödel und Krautsalat genoss. Und ich konnte auch sehen, wie die Frau lustlos an ihrem Salat rumkaute und an ihrem Wasser nippte. 

Bitte verstehen Sie mich nicht falsch. Ich mag Salat. Sehr sogar. Aber ich esse ihn nur, wenn mir danach ist. Und dann esse ich ihn mit Lust und Freude. Aber wieviele Frauen würgen ihren Salat runter, nicht weil er schmeckt, sondern weil er schlank macht?
In den Wechseljahren steht man in vielen Bereichen vor einer Wende. Man hat die Hälfte des Lebens hinter sich gebracht, man orientiert sich neu, trennt Wichtiges von Unwichtigem. Vielleicht wird es auch an der Zeit die anerzogenen Schönheitsideale zu hinterfragen und für sich die Gewichtsfrage etwas zu überdenken.

Ich lese zu diesem Thema gerade ein wunderbares Buch, das möchte ich Ihnen an dieser Stelle empfehlen: Das Leben ist zu kurz für Knäckebrot, geschrieben von der deutschen Coachin und Trainerin Sabine Asgodom.

Wie lautet ein Satz auf der Rückseite des Buchs?
„Entschuldigen Sie sich nie wieder für Ihr Gewicht! Genießen Sie das Leben!“

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