NEU! Weiterbildung zur Wechseljahreberaterin

Wie hier beschrieben plant Wechselrat eine Weiterbildung zur Wechseljahreberaterin für diplomierte Gesundheits- und Krankenschwestern und in Folge die Gründung eines Netzwerkes für Wechseljahreberaterinnen, ähnlich dem niederländischen Modell.

Nach einem Jahr Vorlaufzeit ist es nun soweit!

Das BFI Salzburg und Wechselrat starten mit April 2010 die erste Weiterbildung dieser Art in Österreich.
Die
Ausschreibung finden Sie hier: Infofalter_Wechseljahreberatung_2010

Wechselrat heute in den Medien!

Letzte Woche hat mich eine APA-Redakteurin besucht, sie wollte auf Vermittlung einer Bekannten, über Wechselrat und meine Erfahrungen in den letzten Monaten berichten. Das Gespräch war sehr spannend und ich war jetzt schon mehr als neugierig auf die Ergebnisse und ob ein Medium den Bericht übernimmt.

Voila!
Hier nun die Medienberichte über Wechselrat:
Bericht in “die Standard”.
Bericht auf ORF Online.
Bericht auf salzburg.com. dem Online-Portal der Salzburger Nachrichten

Kühle Lavendel-Waschung

Viele Frauen in den Wechseljahren klagen über nächtliche Schweissausbrüche verbunden mit Schlaflosoigkeit. Sie berichten, daß sie nachts schweissgebadet erwachen, dann putzmunter sind und oft lange nicht mehr einschlafen können. Morgens fühlen sie sich wie gerädert.

Hier dazu ein kleiner Tipp mit großer Wirkung: Machen Sie vor dem zu Bett gehen eine kühle Lavendel-Waschung.

  • kühles (nicht kaltes!) Wasser ins Waschbecken oder eine Schüssel geben
  • ein paar Tropfen ätherisches Lavendelöl dazu geben
  • mit einem Waschlappen mehrmals den ganzen Körper damit abreiben
  • nicht abtrocken! Sondern die Haut selbst trocknen lassen.
  • danach ab ins Bett!

Das Lavendelöl legt sich wie ein Film über die Haut. Lavendelöl wirkt auf die Haut kühlend, sein Duft wirkt zudem beruhigend. Viele meiner Klientinnen schwören drauf!

“Leicht anzuwenden, effizient, äußerst angenehm. Ich schlafe mit der Waschung wie ein Murmeltier” meinte erst kürzlich eine Klientin per Mail.

 Sollte es auch Ihnen helfen, würde ich mich über eine Rückmeldung hier im Blog freuen.

Das schlechte Image der Wechseljahre

wr_logo_rz2Gestern stand ich den ganzen Tag mit einem Stand im Europark, dem größten Einkaufscenter Salzburgs und präsentierte meine Wechseljahreberatung. Es waren wahnsinnig viele Menschen unterwegs, ein richtiger Rummel. Ein super Tag also für einen Werbestand.
Da es mein erster öffentlicher Auftritt mit einem Stand war und ich in Zukunft plane auf Messen zu fahren, war ich richtig gespannt auf die Reaktionen der Menschen und auf die Erfahrungen mit dem Stand. Hier ein paar Begegnungen von gestern und was mir diesbezüglich durch den Kopf geht.

Grundsätzlich war das Interesse und auch die Wahrnehmung  meines Angebotes gut. Es kamen viele Frauen und auch Männer neugierig und offen vorbei, fragten, informierten sich, nahmen Flyer mit, berichteten mir.

Ich sah aber auch Frauen, die 5 Minuten lang vor einem Schaufenster mir gegenüber standen, sich immer wieder zu mir umdrehten, überlegten und schließlich den Mut nicht fanden zu mir zu kommen.  Irgendwann ging ich dann auf sie zu. Manche liessen sich für ein Gespräch gewinnen, manche flüchteten aber auch vor mir fast panikartig.
Oft hörte ich von Vorbeigehenden  “Schau, Wechseljahreberatung”. Begleitet wurde der Satz von Witzen und Lachen vor allem von jungen Menschen, von Kichern und Kopfschütteln von Frauen um die 40.
Ich sah Männer ihre Begleiterin anstupsen und hörte sie sagen “Wechseljahreberatung, geh doch rüber”. Die Frauen aber gingen schnurstracks weiter, schnelleren Schrittes als vorher.  Zweimal passierte es, daß Männer zurückkamen und meinten: “Schnell, geben Sie mir einen Flyer, meine Frau ist grad vorne im Geschäft. Wissens, Sie bräuchte dringend eine Beratung. Ich leide ja mit, aber kann nicht helfen”.
Eine häufige Reaktion war auch folgende: Als ich auf eine ca. 45 Jährige zugehe und ihr einen Flyer geben will, ruft sie laut: “So alt bin ich aber noch nicht!” , lacht schrill und beschleunigt ihre Schritte. Eine andere über 40 Jährige, im Arm eines arabisch anmutenden Mannes, der sie sanft zu meinem Stand drängt, meinte entsetzt: “Nein, da hab ich noch Zeit! Bei dieser Frau habe ich genauer gefragt: Was sie so entsetzt. Warum sie sich so entrüstet zeigt. Sie meinte: “Na, wer will schon alt sein.” Der arabisch anmutende Mann meint während des Gesprächs immer wieder: “Aber mein Schatz, niemand bleibt jung. Das ist doch ein normaler Prozess.” Man konnte ihm die Liebe zu seiner Frau ansehen und wie gut er es mit ihr meinte.
Oft gehört habe ich auch Aussagen wie: “Jetzt bin ich auch in dieser furchtbaren Zeit.” oder “Die blöde Zeit ist hoffentlich bald vorbei” . Die Wechseljahre werden als schlimme Zeit erlebt bzw. haben den Ruf eine furchtbare und fürchtenswerte Zeit zu sein.

Diese Erfahrungen haben mich bestärkt darin, meine Aufgabe weiter zu verfolgen. Daß ein natürlicher Prozess so ein schlechtes Image hat, macht mich betroffen. Dass uns Frauen das Älterwerden so Angst macht, hat etwas Trauriges für mich. 

Denn, liebe Frauen, die Wechseljahre sind eine SPANNENDE Zeit. Ja, körperlich sind die Wechseljahre ein Prozess mit Begleiterscheinlungen wie Hitzewallungen oder Stimmungsschwankungen. Keine Frage, daß das auch nerven kann! Aber Sie durchlaufen auch einen Entwicklungsprozess und viele Frauen sagen danach, daß die Wechseljahre sie sehr verändert hätten zum Positiven.

DAS würde ich Ihnen gerne vermitteln und dabei würde ich Sie gerne begleiten.

Ihr Körper als Kunstwerk

Anna kleinWie viele von uns jammern immer wieder über den eigenen Körper. Zu dünn, zu dick, zu klein, zu groß – egal wie er ausschaut, er passt scheinbar nie. Doch ist nicht jeder Körper ein Wunder der Natur?

Er trägt uns durchs Leben. Er ermöglicht uns Kinder zu gebären, er läßt uns springen, tanzen, laufen. Er schleppt uns auf Berge, er läßt uns schwimmen, tauchen, schnorcheln. Er läßt uns süße Höhepunkte erleben ;-)

Er ist da für uns. Immer. Jeden Tag.

Wird es nicht Zeit sich zu versöhnen mit diesem so oft verschmähten Körper? Wird es nicht Zeit ihn wahrzunehmen wie er ist?

 

Ihr Körper als Gipstorso – ein Kunstwerk!

 

AmeliekleinWenn Sie bereit sind,  wenn Sie gespannt auf Ihren Körper sind, wenn Sie ihn sehen wollen, be-greifen wollen…..dann melden Sie sich:

An einem Nachmittag- gerne mit Ihrer besten Freundin- forme ich Ihren Körper in Gips. Auf Wunsch bemale ich ihn.

Dieses sinnliche Erlebnis werden Sie nie vergessen und es wird sie verändern.

Mehr Infos im diesem Infoblatt Flyer Frauentorsi

Stolz!

Den Frauen meiner Generation wurde eingeimpft: Selbstlob stinkt! Mit diesem hundertmal gehörten Satz wurden wir zu Bescheidenheit  erzogen. Zu so großer Bescheidenheit, daß wir oft nicht mal fähig sind uns hinzustellen und zu sagen: Darauf bin ich stolz!

Ich pfeife seit Jahren auf diese anerzogene Bescheidenheit. Warum bitte soll es ungehörig sein zu sagen: Seht her, das hab ich gemacht!

Warum ich darüber jetzt schreibe? Nun ich bin gerade sehr stolz auf ein Interview das mit mir gemacht wurde und das eben erst in der Salzburger Straßenzeitung
Apropos
erschienen ist.

Hier der Artikel:Interview Sonja Schiff Apropos (2)

Ich bin sehr stolz auf dieses Interview. Es war großartig interviewt zu werden, die Fragen haben mich noch die ganze Nacht beschäftigt. Danke an Michaela Gründler, Chefredakteurin von Apropos. Liebe Michi, danke für den vielen Platz, den du mir gegeben hast und für das äußerst anregende Gespräch.

Vorzeitiger Wechsel- Klimakterium Praecox

Vor ein paar Tagen hat mich Frau B. kontaktiert und gefragt, ob ich mit dem Thema “Klimakterium Praecox” Erfahrung hätte. Interessanterweise hat mir ein paar Tage vorher eine Frau erzählt, daß sie im vorzeitigen Wechsel wäre und mir berichtet, wie sehr sie das jetzt beschäftigen würde.

Frau B. hat angeboten mit dieser Frau zu sprechen, falls diese das will und sie erzählte mir via Mail:

Ich wollte Kinder und war dann völlig fertig, als mir der Arzt sagte, dass alles in Richtung Klimakterium zeige. Damals war ich 40. Das ist mittlerweile 2 Jahre her und tut immer noch weh, aber irgendwie habe ich mich mit mir selbst arrangiert. Vom Tisch ist die Sache sicher noch lange nicht, auch weil bei meiner ersten Knochendichtemessung, die ich vor kurzem machen ließ, Osteopenie festgestellt wurde. Das war natürlich wieder ein Rückschlag, einfach weil man sich ALT fühlt. Und was habe ich nicht alles ausprobiert… (Untersuchungen, Energiebehandlungen, Cranio Sacral, Psychosomatik-Beratung,…)

Letztendlich ist das aber keine Krankheit und ich bin dazu übergegangen, darüber zu sprechen. Habe mit einigen Freudinnen geredet und bin dabei draufgekommen, dass Frauen die Symptome meistens nicht deuten können, weil die Ärzte dieses Thema nie ansprechen. Vielleicht ist die Frau, die Du kennst an einem Austausch interessiert. Wir könnten uns bei Dir treffen und mit Dir gemeinsam darüber reden.

Liebe Frau B, ich werde meiner Bekannten von Ihnen erzählen…….dann sehen wir weiter. Danke für Ihre Kontaktaufnahme.

Hier noch ein Buchtipp von Frau B:
Frühe Wechseljahre. Was Frauen wissen wollen von Sigrid Sator.

Wechsel? Aber ich hab doch noch meine Regel!!

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In den letzten Tagen ist mir die Uninformiertheit vieler Frauen zum Thema Wechseljahre wieder bewusst geworden.

  • Da kam etwa eine relativ junge Frau zu mir und berichtete, daß sie sehr frühzeitig im Wechsel wäre. Wie sie zu der Erkenntnis komme, hab ich gefragt. Antwort: Weil ich seit 6 Monaten keine Regel mehr habe.
  • Dann habe ich heute eine Pflege- Kollegin besucht, die als Inkontinenzberaterin tätig ist. Sie erzählte mir, daß sie die Frauen immer fragen würde, ob sie im Wechsel wären und die würden meistens sagen: Ja schon lange. ich hab schon seit 2 Jahren keine Regel mehr!
  • Und eine Bekannte erzählte mir heute am Telefon von allerlei Beschwerden. Auf meine Frage, ob sie schon einmal in Erwägung gezogen habe, daß sie im Wechsel ist, meinte sie mit schockierter Stimme: Nie! Ich hab ja noch meine Regelblutung!

Das Ausbleiben der Regel wird also als “Wechseljahre” erlebt. Und genau DAS stimmt eben nicht. Wenn die Regelblutung ein Jahr ausgeblieben ist, dann hat eine Frau das ENDE der Wechseljahre erlebt, dann ist sie in der sogenannten Menopause.

Die Wechseljahre selbst, sind die Zeit VOR der Menopause. Sie stellen die Zeit der hormonellen Umstellungsphase dar und den diese Zeit begleitenden Wachstumsprozess einer Frau. Der Begriff “Wechseljahre” erzählt von dem Wechsel, den man in dieser Zeit erlebt. Man bewegt sich hin zur reifen Frau, man verlässt die Zeit der körperlichen Fruchtbarkeit und tritt ein in einem neue Lebensphase.

Die Wechseljahre beginnen zeitlich ganz unterschiedlich. Jede Frau erlebt sie irgendwann in der Zeit zwischen 40. und 60. Lebensjahr, sie dauert 3 bis 7/8 Jahre. Am Ende der Wechseljahre steht die Menopause.

Hier noch ein paar Begriffe, die Sie vielleicht lesen oder hören:

Klimakterium – (griech: Kliamakter = Stufenleiter, Wendepunkt), medizinische Ausdruck für Wechseljahre, sie stellt die gesamte Phase um den Zeitpunkt der letzten Blutung dar.

Menopause - wird das endgültige Ausbleiben der Regelblutung genannt, sie tritt im Durchschnitt um das 52. Lebensjahr ein, sie ist erst rückblickend ein Jahr später feststellen.

Prämenopause – (lat: prä = vor), die Zeit vor der letzten Regelblutung, tritt zwischen 40. und 50. Lebensjahr ein.

Perimenopause – (lat: peri = um, herum), der Zeitraum unmittelbar vor und nach der letzten Regelblutung.

Postmenopause – (lat: post = nach), die Zeit nach der letzten Regelblutung 

Und wo bleib ich?

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Endlich, die Kinder sind alle aus dem Haus. FREIHEIT! Tun und lassen können was man will und wann man will.

So haben viele Frauen vor ein paar Jahren noch gedacht und sich ins Leben gestürzt.

Doch mittlerweile

  • hat die Tochter ihr erstes Kind bekommen und steht regelmäßig vor der Tür mit den Worten: “Mama, hättest du Zeit um den Kleinen zu nehmen?” und wirft dir einen verzweifelten Blick zu, der jeden Widerstand zusammenbrechen lässt.
  • ruft die eigene Mutter immer öfter an und meint: “Du könntest du für mich einkaufen fahren. Du weisst ja, ich hab Angst zu stürzen.”
  • fordert die Schwiegermutter jammernd: “Kannst du mir mal beim Putzen helfen? Du weisst ja, ich kann mich ja nicht mehr so bücken.”

Und du ahnst es: Die Freiheit war nur von kurzer Dauer.

Die Wechseljahre sind nicht nur eine hormonelle Umstellung des Körpers. Vielfach werden in der Zeit des Wechsels auch neue Aufgaben, neue Erwartungen und Forderungen an uns Frauen heran getragen. Und nicht selten reiben sich Frauen auf in den an sie gestellten Erwartungen, erfüllen sie ungeschaut und fühlen sich später überfahren, überfordert, eingeengt und stellen sich die Frage: Wo bleibe ich?

Zum Wechsel gehört auch dazu, Klarheit darüber zu gewinnen, welche familiären Forderungen in Zukunft auf mich zukommen und ob und wie ich diese erfüllen kann/ will.

Aufgabe der Großmutter

Wie sehe ich mich selbst als Großmutter? Wieviel Zeit will und kann ich als Großmutter einbringen? Will ich eine tragende Säule in der Betreuung der Enkelkinder spielen und damit viel Zeit investieren – oder- sehe ich mich als Oma, die wenig aber dafür besondere Zeit mit den Enkelkindern verbringt. Will ich vielleicht kaum bis gar nicht auf die Enkerl schauen- sondern mein Leben geniessen?  Wie sag ichs dann meinem Kinde? 

Aufgabe Altenbetreuung

Die Betreuung der älteren Generation beginnt immer schleichend – mal ein Einkauf da, mal ein Wohnungsputz dort, mal beim Duschen helfen da, mal die Schwiegermutter zum Hausarzt fahren dort. Altenbetreuung wird ganz selbstverständlich und meist ohne in den Familien darüber zu reden, den Frauen zugeteilt.

Umso wichtiger ist es, frühzeitig darüber in den Familien zu reden und vor allem sich als Frau darüber im Klaren zu werden welche Rolle man in der Betreuung der älteren Generation spielen kann und will. Welche Betreuungssituationen stehen mir ins Haus in den kommenden jahren? Wie stellen sich die Betroffenen die Betreuung vor? Was kann und will ich einbringen? Wer würde unterstützen? Wo sind meine Grenzen?

Sagen Sie Ja und auch Nein!

Betrachten Sie die möglichen Forderungen Ihrer Familie der kommenden Jahre, analysieren sie diese, werden sie sich selbst darüber im Klaren was sie wollen – und was eben nicht.  Übernehmen Sie Aufgaben bewusst. Lehnen Sie aber Aufgaben oder das Ausmaß einer Aufgabe auch klar ab. Reden sie mit ihrer Familie.

Damit sie nicht zerrieben werden und ihre Freiheit gänzlich verlieren.

Sie haben nur diese eine Leben.

Humor bitte!

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Mit Humor gelingen die Wechseljahre eindeutig besser!

Lange waren die Wechseljahre sprachlich fast ein Tabu. Frau sollte möglichst unauffällig bleiben und nicht über die “unangenehme Sache” reden. Dabei wäre darüber reden hilfreich, wir würden die “Wechseljahre” aus dem Keller holen, sie entstauben und auch über uns und unsere Geschlechtgenossinnen lachen lernen! Wie etwa in diesem  Kabarettausschnitt.

Das unerhörte Rammellied